Die „eiserne Lady“

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Die Linzer Eisenbahnbrücke wird ab dem 27. Februar 2016 gesperrt und anschließend ab Mai 2016 abgerissen. Die neue Brücke soll im Sommer 2020, zumindest geplant, freigegeben werden. Bis dahin muss der Verkehr über die VÖEST-Brücke oder die Nibelungenbrücke ausweichen, auch die Einsatzkräfte müssen nun einen Umweg nehmen.

Am 28. Februar 2016 laden zwei der Linzer Top Fotografen zu einem historischen Gruppenfoto mit der Linzer Eisenbahnbrücke ein.  Für alle die Interesse haben gibt es in diesem Event auf Facebook mehr Informationen.

Sperre und Abriss der Linzer Eisenbahnbrücke – in einer Woche ist es soweit. Dann führen in der 200.000 Einwohner-Stadt Linz nur noch zwei Brücken über den zweitgrößten Fluss in Europa. Beide Brücken, die Niebelungenbrücke und die VOEST-Brücke sind jetzt schon zu Stoßzeiten völlig überlastet.

Eisenbahnbrücke

Die VOEST-Brücke, über die die A7 Mühlkreisautobahn führt, ist mautpflichtig (Vignettenpflicht). Linzer, die für reine Nord-Süd-Fahrten bisher die Eisenbahnbrücke genutzt haben und keine Vignette haben, müssen jetzt 3-4 Kilometer Umweg über die Niebelungenbrücke hinnehmen, um an den gewünschten Ort zu kommen, weil sie die VOEST-Brücke nicht befahren dürfen.

Linz - Alte Eisenbahnbrücke

Es wurde verabsäumt, mit der ASFINAG ein Abkommen über die temporäre Mautfreiheit dieser Verbindung LINZ-Hafenstraße bis LINZ-Urfahr zu beschließen. Dieses Abkommen mit der ASFINAG muss nachgeholt werden – damit der Individualverkehr nicht völlig zusammenbricht. Der Umweltschutz darf nicht an der Vignettenpflicht dieses Abschnitts scheitern! Was hier vergessen wurde, müssen wir nachholen – VOEST-Brücke mautfrei! Für Motorräder und PKW bis 3,5 Tonnen!

Linz - Eisenbahnbrücke mit Blaulicht

 

3 Responses

  1. Bernhard

    Ewig schade um diese Brücke. Ich habe sie auch noch wenige Tage vor der Sperre für ein Shooting benutzt. Außerdem war sie eine meiner Fixpunkte beim Laufen entlang der Donau.
    Wer das Buch „Die Linzer Eisenbahnbrücke“ gelesen hat, dem geht die Galle über wie hier mit falschen Argumenten wider besseres Wissen die Bevölkerung über den wahren Zustand der Brücke und die Kosten einer wirtschaftlichen Sanierung und Erhalt samt zusätzlichem Bau einer neuen Brücke getäuscht wurde. Leider gibt es bei uns keine politische, geschweige denn persönliche Verantwortung der handelnden Personen.

  2. Martin Osanger

    Da kann ich dir nur recht geben Bernhard – Verantwortung für sein Handeln, trägt man nur in der Privatwirtschaft nicht im öffentlichen Bereich. Wenn es mal wirklich übel kommt, muss man halt einen anderen Posten annehmen und fertig … traurig.

    Das Buch muss ich erst lesen, aber ich glaube deinem Kommentar zu Urteilen, ist es eher mit sehr viel Humor zu sehen, als als Dokumentation mit richtigen Fakten 😉

  3. Bernhard

    Im Gegenteil, das Buch ist durchgehend mit Fakten und Zitaten aus den entsprechenden Gutachten, Bescheiden etc. gespickt. Es spricht schon Bände, dass die Herausgeber beiden Seiten eine Möglichkeit geben wollten ihre Sicht der Dinge zu zeigen und sich die Abbruchfraktion geweigert haben an diesem Projekt teilzunehmen.

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