Erlakogel (die schlafende Griechin)

Ich wollte Sonntags einen neuen Gipfel im näheren Umkreis besteigen, das Wetter sollte mit knapp 30° und Sonnenschein dafür optimal passen und so blätterte ich in meinem Wanderführer „Salzkammergut Ost“ etwas hin und her bis ich zum Erlakogel – auch die schlafende Griechin genannt – kam.

Beschrieben war der Berg als „unschwierig“ aber dennoch „anspruchsvoll“ mit einer Wanderzeit von 5 Stunden und 30 Minuten.  Dies hörte sich perfekt für meinen zweiten richtigen Berg (den Grünberg 1004m zähle ich nicht als wirklichen Berg) heuer an.  Der Erlakogel ist in einigen Bergtouren mit Schwierigkeitsgrad Mittel angegeben, da Trittsicherheit vorhanden sein sollte. Eine Freundin die uns begleitete, ging das erste mal auf einen Berg – für Sie war es zwar anstrengend – aber mit genug Pausen einfach schaffbar – sogar mit Sportschuhen. Man muss aber dennoch auf einigen Passagen vorsichtig sein.

Wegweiser

Daten (Auf und Abstieg):

  • Schwierigkeitsgrad: Mittel
  • Dauer: 5 Stunden 30 Minuten (± 1 Stunde je nach Pausen)
  • Länge: 7,6 Kilometer
  • Höhenmeter: 2164 m (1.082 m Aufstieg)

Ausgangspunkt der Wanderung war in Rindbach  (447 m) östlich von Ebensee. Die Beschilderung  zum Parkplatz am Campingplatz ist sehr gut (kostenpflichtig!). Es gibt für die Frühaufsteher auch in der direkten Nähe des Startpunktes ein paar wenige Parkplätze. Der Weg zum Erlakogel (Pfad 421) ist ab der Überquerung der Brücke bei der „Hintere Rindbachstraße 12“ beschrieben. Folgt man nun der Straße bis zum letzten Haus auf der Rechte Seite, geht es dann an diesem Haus der Mauer entlang (hier ist das Schild leicht zu übersehen) bis zum Ende wo der Wanderweg in der Natur beginnt.

Beginn des Waldwanderweges

Der Weg startet gleich mit einem guten Anstieg den Berg hinauf, es kommen immer wieder etwas Flachere Wege hinauf, jedoch kommen auch immer wieder derartig steile Wegstücke wie zu beginn. Falls dies für einen schon sehr anstrengend ist, rate ich, dass man genug Pausen einlegt. Dann ist auch der ganze Berg bis zum Gipfelkreuz kein Problem.

Beginn des Waldwanderweges

Waldwanderweg

Waldweg auf den Erlakogel im ersten Teil

Die Hälfte der Wanderung (also bis etwas über der Spitzlsteinalm (1060m)) geht es durch den Wald hinauf  und die zweite Hälfte dann in der Sonne. Kurz vor der Spitzsteinalm kann man nochmals Wasser an einer Quelle auffüllen, somit braucht man nicht all zuviel von Anfang an mitnehmen.

Wasserquelle

An der landwirtschaftlichen privaten Alm ist man dennoch eingeladen eine kurze Rast am Bankerl zu nehmen und sich für den restlichen Aufstieg zu stärken (Müll wieder mitnehmen).

Spitzlsteinalm

Ab der Spitzlsteinalm kann man die Hochlandrinder und ihre gewaltigen Hörner bestaunen, die – wenn die Rinder sich schnell bewegen – etwas Angst einflößend sein können. Die Tiere sind jedoch schon an die unzähligen Wanderer gewöhnt, also keine Sorge.

Nach der Almwiese kreuzt man dann mehrmals die Kehren der Forststraße (diese Führt zum Rötelstein (1287 m)) bis man zum sonnigen Stück der Wanderung kommt, wo es wieder Steil den Berg hinauf geht.

Kehren der Forststraße

Damit man dies nicht übersieht, sollte man wirklich nur die Froststraße queren und nicht diese Entlang gehen, da sich die Wanderer hier öfter verlaufen (als ich oben war, passierte dies zwei kleineren Gruppen).

Wanderweg zum Gipfel - Letzter Abschnitt

Wanderweg zum Gipfel - Letzter Abschnitt

Das Bergstück, welches nun folgt wurde von Stürmen Kyrill und Emma völlig gelichtet und gleicht einem Schlachtfeld von Mutter Natur. Dafür hat man allerdings einen wunderbaren Ausblick über die Landschaft und auf den Traunsee.

Blick auf Ebensee

Blick auf den Traunsee

Die Nase der schlafenden Griechin

Die Nase der schlafenden Griechin

Nach dem Felsigen Stück geht es etwas flacher bis kurz vor das Gipfelkreuz, wo ein letzter starker Anstieg wartet. Hier kommt man am besten unter Zuhilfenahme der Hände rauf und kann sich anschließend über die herrliche Aussicht (von der Nase der schlafenden Griechin) freuen.

Wanderweg zum Gipfel - Letzter Abschnitt

Gipfelkreuz

Zu der schlafenden Griechin, gibt es auch eine kleine Sage:

Die schlafende Griechin (Erlakogel)

Gegenüber von Traunkirchen, umrahmt von den Gasselkögeln und dem Spitzelstein, liegt die „schlafende Griechin“, von der die Volkssage erzählt:

 

In dunkler Vorzeit rief der greise König Dachstein die Berge seines Reiches zu sich. Den Traunstein aber verbannte der König wegen seines Ungehorsams aus seiner Gesellschaft und ließ ihn einsam am Rande seines Riesenreiches stehen. In einer hellen Sternennacht schlich sich ein treuloses Weib aus der Felsenregion und biederte sich dem Traunstein an. Da verfluchte König Dachstein auch das Weib und verbannte es als leblosen Felsen für alle Zeiten an die Seite des Traunseegiganten. So liegt seit dieser Urzeit die „Schlafende Griechin“ am Südufer des Sees.

Quelle: Franz Mittendorfer, Traunkirchen – einst Metterpfarre des Salzkammerguts. Herausgegeben von der Gemeinde Traunkirchen, Linz 1981, S. 193.

„Schlafende Griechin“ deshalb, weil man von einer bestimmten Stelle auf der Fahrt von Traunkirchen nach Karbach eine vornehme Griechin im Berg Erlakogel zu sehen glaubt.

Hier noch ein paar Eindrücke des Ausblicks vom Gipfel:

Traunstein mit Traunsee

Alpen

Alpen

Traunstein

Blick auf den Traunsee

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